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Der Torwarttrainer - Damenfussball

Wie entwickelt sich das Torfrauenspiel auf internationaler Bühne?


In den letzen Jahren hat der Damen Fußball etwas mehr Präsenz in der Öffentlichkeit erhalten.

Das österreichische A-Nationalteam unter Dominik THALHAMMER hat knapp die Sensation verpasst, erstmals zu einer Europameisterschaftsendrunde zufahren.

Im Nachwuchs wurde vom ÖFB ein Frauenzentrum in St. Pölten installiert, um die
besten Damen noch  besser auszubilden.

Der Damen-Fußball Entwickelt sich enorm in den letzten Jahren, in diesen Zusammenhang auch das Torfrauenspiel.

Wie die Auswertungen der letzten WM zeigt:

 

Grösse:

Wie aus der Tabelle ersichtlich, haben die besten Torhüterinnen eine Körpergröße zwischen
1,70 und 1,80, die durchschnittliche Größe betrug 1,73 m. Die kleinste Torfrau bei dieser
WM war Sandra SEPULEDA (COL) mit 1,65 m, die größte Karen BARDSLEY (ENG) mit 1,81 m.

Die durchschnittliche Körpergröße wird zunehmen und im Damen-Fußball in  Zukunft bei ca. 1,75 bis 1,78 m liegen.  

Laufleistung:

Der größte Anteil der Laufleistung wird im Gehen und im lockeren Lauf absolviert.  
Das eine Torfrau nur im Tor steht wird mit dieser Tabelle klar widerlegt. Es ist klar aus der Tabelle
ersichtlich welche Torfrauen ihr Spiel offensiver gestalten und mehr in den Spielablauf eingebunden sind.

Athletik:

Generell ist das Niveau der Torhüterinnen angestiegen. Die meisten waren austrainiert und überzeugten
durch Bewegungsschnelligkeit und gute motorische Fähigkeiten.

Spieleröffnung und Fortsetzung:

Generell ist zu erkennen, dass  die Torfrauen mehr in das Spiel  einbezogen werden. Der  Spielaufbau nach
Abstoß bzw. Spielfortsetzung nach Rückpässen ist einer der Hauptaufgaben.

Hope SOLO (USA) stach bei dieser WM heraus. Sie interpretiert ihr Torfrauenspiel sehr offensiv und erkennt
Spielsituation frühzeitig und agiert sehr oft auch außerhalb des Strafraumes und schließt damit die Lücke zur
Abwehr und verhindert dadurch Konter des Gegners.
 
Auffällig war, dass viele Torfrauen mit Ihrem schwachen Bein größere Mühen hatten.  
Generell ist zu bemerken, dass Damen nicht die schärfe und Druck in den Ball bekommen.
Es war auch zu erkennen, dass fast alle Torfrauen über einen weiten Abschlag verfügen, aber oft die
eigene Mitspielerin nicht treffen.

Bei der schnellen Spieleröffnung machte Hedvig LINDAHL (SWE) eine sehr gute Figur, die mit dem Ball sofort bis
zur Strafraumgrenze vorrückt und einen langen präzisen Pass auf ihre sehr beweglichen Stürmerinnen schlug.
 
Bei Abwürfen zeigte die französische Torfrau ihre Stärken, die mit Ihren Abwürfen über die Verteidigung ihre Ziele
im Mittelfeld fand.

Zielverteidigung:

Wie bei diesen Turnier zu beobachten war, hatten manche von ihnen Probleme beim Abwehren von Schüssen und im
Eins gegen Eins. Der Grund dafür war, dass sie im Moment der Schussabgabe noch in Bewegung waren und nicht ausbalanciert
gestanden sind  um den Ball attackieren zu können.

Raumverteidigung:

Große Schwächen offenbaren sich in der Raumverteidigung. Die Damen können Flanken und hohe Steilpässe
ohne Zeit- und Raumdruck zwar technisch richtig fangen, sobald aber der Gegnerdruck dazu kommt lassen sie
Unsicherheiten erkennen.  Oft wird  die Situationen falsch eingeschätzt  und damit verbunden zögern sie beim
Herauslaufen und beim attackieren des Balles am höchsten Punkt.
Ein gutes Stellungsspiel ist auch für die Raumverteidigung einer der wichtigsten Knotenpunkte um die Situation
positiv lösen zu können.
Hier ist anzumerken, dass sehr viele Torfrauen bei dieser WM zu weit an der ersten Torstange standen.
Damit verbunden hatten sie Schwierigkeiten Situationen zu lösen wenn der Ball auf die zweite Stange kam.

Torhüterinnen der Finalisten:

Hop Solo (USA) und Ayumi Kaihori (JPN) zeigten über das ganze Turnier hinweg konstant gute Leistungen. Während Solo sehr präsent und selbstbewusst auftrat, pflegte Kaihori einen diskreteren und konservativen Stil.

Beide Torhüterinnen blieben stets während der gesamten Spieldauer konzentriert und ließen sich bei ihren Aktionen nie aus dem Konzept bringen, auch nicht im Finale vor der imposanten Kulisse von
48 817 Zuschauern, Kaihori wuchs im Endspiel über sich hinaus und wurde zur besten Akteurin auf dem Platz, was sie im Elfmeterschießen eindrucksvoll bestätigte, indem sie zwei Versuche der Amerikanerinnen parierte und ihrem Team so zum Weltmeistertitel verhalf. Die unterlegene Solo konnte sich damit trösten, dass  sie nicht nur den Bronzenen Ball von adidas als drittbeste Spielerin des Turnieres erhielt, sondern von der technischen Studiengruppe der FIFA auch zur besten Torhüterin des Turniers gewählt wurde.


Der Unterschied von guten Torfrauen bzw. Torhütern sind nicht die BIG SAVES, sondern sie machen auf höchstem Niveau weniger Fehler.

 

Fazit:

Angesichts der stetig steigenden Qualität des Frauenfußballs reicht Talent alleine nicht mehr aus, um der Position der Torhüterin bestehen zu können.

Die Torhüterinnen haben im Vergleich zu den Feldspielerinnen ganz andere Aufgaben zu erfüllen und müssen deshalb gezielt gesichtet und gefördert werden. Entsprechend sollten Vereine und Verbände unbedingt in gute Trainer für ihre Torhüterinnen investieren, und zwar schon bei den Juniorinnen. Zudem empfiehlt es sich, die Torhüterinnen nicht ausschließlich alleine, sondern regelmäßig auch zusammen mit Feldspielinnen trainieren zu lassen. Nur auf diese Weise können sie verschiedene defensive und offensive Spielsituationen simulieren und sich die technischen und taktischen Fähigkeiten aneignen, um im Ernstfall genau schnell und der Situation angemessen handeln zu können, wie sie dies im Training geübt haben.

Für die kommenden Jahre ist zu erwarten, dass die gezielte Förderung der Torhüterinnen vielerorts intensiviert wird und sich deren Leistungen dadurch weiter verbessern werden.Zusammenfassung (Quelle: FIFA Women´s Cup Germany 20011 TM, Autorin Anne Noe)


Videos von Hope Solo im Training und Spiel: