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Der Torwarttrainer-Coaching

 

Welche Aufgaben hat der Torwarttrainer?

Wie sollte sein Coaching erfolgen?


Die Position des Torwartes ist eine ganz besondere in der Mannschaft, er darf als einziger Spieler den Ball im Strafraum in die Hände nehmen und muss dazu noch alle technischen Fertigkeiten eines Fußballspielers mitbringen.

Wenn der Torwart mal einen Fehler begeht, ist er meist mit einem Tor verbunden, der über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Welche Fähigkeiten sollte der Torwart besitzen?

Zu den torwartspezifischen und sportmotorischen Fähigkeiten, benötigt der Torwart eine hohe Stressresistenz und Kritikfähigkeit!
Diese Fähigkeiten sind vielen sicher schon bekannt, aber welche Fähigkeiten sollte ein Torwarttrainer mitbringen bzw. wie sollte sein Coaching aussehen?

 

Der Torwarttrainer benötigt Kompetenz,


1) In der Beobachtung, er muss Stärken und Schwächen seines Torwartes erkennen.

2) In der Vermittlung von Trainingsplanung, Durchführung, Steuerung und Dokumentation dieser. Elektronische Hilfsmittel 
   z.B. Videoanalyse sollte er gezielt und richtig einsetzten können.

3) Sach- und Fachwissen in der Torwarttechnik und Taktik um Abläufe der Defensive (Viererkette) und Offensive
   (Spieleröffnung) vermitteln zu können.

4) Eine hohe Stressresistenz verbunden mit einer guten Reflexion und damit verbundener Konsequenz haben.

5) Die soziale Komponente ist sehr wichtig für den Torwarttrainer, die hilft Ihn seinen  Torwart zu verstehen und mit
   Ihm auf einer Ebene zu kommunizieren, oft genügt ein Blick und der TW-Trainer versteht seinen Schützling!

Von Vorteil ist wenn der Torwarttrainer  selbst im Tor gespielt hat,

damit versteht er seinen Torhüter besser und kann seine Erfahrung glaubhafter den Athleten vermitteln.
Ein Torwarttrainer, der selbst nie als Torwart gespielt hat, wird gewisse Techniken oder Spiel-
situationen seinen Torhütern nie so erklären können bzw. nicht verstehen, da er selbst nie das Spiel
und die Situationen  gefühlt hat.

Der Torwarttrainer sollte eine gute Fitness besitzen,

um eine hohe Konzentrationsfähigkeit verbunden mit einer genauen Schussfähigkeit im Training  
zu gewährleisten.
Der Torwarttrainer hat oft eine hohe einseitige Belastung, mit  Schüssen und Flanken die er
auf seine Athleten abschießt. Darum ist es wichtig auch für den Torwarttrainer immer gut
aufzuwärmen  und gezielt die Muskeln zu kräftigen und zu dehnen um das Verletzungsrisiko zu
minimieren und lange den Job ausführen zu können.

Was sollte man über erfolgreiches Coaching wissen:

Hauptaufgaben des Torwarttrainers:

Was bedeutet Coaching?


Bedeutung „COACH“: jemanden unterstützen

Definition „Coaching“:

• „Coaching bedeutet, das Potenzial eines Menschen freizusetzen, um seine eigene Leistung zu maximieren. Coaching hilft eher,

etwas zu lernen, als dass es etwas lehrt“ (Gallwey 2006)

• Coaching ist der Prozess, Menschen mit den Werkzeugen, dem Wissen und den Möglichkeiten auszustatten, die sie brauchen,

um sich selbst weiterzuentwickeln und erfolgreicher zu werden“ (Peterson, Hicks 1996)

 

Voraussetzungen für ein erfolgreiches Coaching:

• Kenntnisse über die Erwartungshaltung Torhüter und Torwarttrainer

• Kommunikative und Kooperative Verhalten der Torhüter untereinander und

   gegenüber dem Trainer in psychisch belastenden Situationen

• Stressresistenz  gegenüber Einflüsse von außen

• Problem- und anforderungsbezogene Führungsstile

    o z.B. ein  Junger Torwart muss mit mehr Autorität geführt werden als ein ALTER TORWART

• Fachliche und menschliche Qualitäten

    o Fachliche Kompetenz ist die Grundlage für eine kontinuierlich  Leistungsentwicklung

• Soziales Management:

    o Kenntnisse über Einflüsse sozialer Bezugspersonen auf die SportlerInnen können Coachingstrategien positiv beeinflussen
    o Torwarttrainer sollten soziale Bezugspersonen der Sportler für die Leistungsentwicklung nutzen und die Einflüsse koordinieren

Erscheinungsformen für uneffektives Coaching:

• Häufige Karriereabbruch bereits im Kindes- und Jugendalter

• Freudlosigkeit beim Sport

• Wenig Erfolg im Wettkampf

• Trainer zu autoritär und zu streng wenig Kommunikation mit den Torwart oft zu Trennungen

Aufgaben der TrainerInnen

• Sportliche Ausbilder und Erzieher

• Tragen Hauptverantwortung  für die Leistungsentwicklung ihrer Mannschaft

• Planen, organisieren und leiten sportliche Ausbildungsprozesse

• Befähigen die AthletInnen durch individuelle wirksame Führung zu leistungsförderndem Verhalten

• Benötigen dazu hohe Fachkompetenz, didaktisches Geschick, sportmethodische Kenntnisse

Wichtig: Akzeptanz und Vertrauen

Kommunikation:

Ist das Wichtigste zwischen Trainer und SpielerInn.

Kommunikation kann erfolgen über:

• Mimik
• Körpersprache und Verbal

Kommunikationsstörungen:

„gedacht” ist nicht gesagt...

„gesagt” ist nicht gehört...

„gehört” ist nicht verstanden...

„verstanden” ist nicht gewollt... „gewollt” ist nicht gekonnt...

„gekonnt und gewollt” ist nicht getan...

„getan” ist nicht beibehalten...

(in anl. Konrad Lorenz)


Darum ist es wichtig Coachingpunkte bzw. Codewörter bzw. Zeichen auszuarbeiten die im Training und im Wettkampf eine Aktion beschreiben und der Torwart genau weiß was gemeint wird z.B.

ABDRUCK=> Der Abdruck zum Ball muss mehr mit dem Ball nähren Bein erfolgen!

Hilfreich:

• In die Position des anderen versetzen
• Klar ausdrücken
• Körpersprache muss mit dem gesprochen Wort übereinstimmen

FAZIT:

Das Verhältnis zwischen Torwarttrainer und Torwart ist oft ein sehr enges. Der  Torwart muss wissen was er von seinen Trainer haben kann:
 

Was man von einem Trainer braucht…

(Bolo Zenden – Englischen Premier League)

WISSEN – ein Experte, der sein Talent verstehe und ihn zum besseren Spieler machen könne

KOMMUNIKATION – jemand, der seine Information freizügig und auf gleicher Wellenlänge weitergebe

GLAUBEN – ein Trainer, der ihn davon überzeugen könne, richtig zu spielen

OFFENHEIT – die Bereitschaft zuzuhören, Ansichten zu teilen und Gefühle zu verstehen

INTELLIGENZ – wissen, wann man hart antreiben und wann man entspannen muss

VERTRAUEN – die Stärke, zu wissen, wann man sich zurücknehmen und ihn sein Spiel machen lassen müsse

VERGEBEN – von Fehlern.

Wenn man diese Punkte als Trainer  befolgt, wird die Zusammenarbeit sicherlich Früchte tragen!!!

Quelle: Vortrag Feedback und AthletInnengespräch Mag. Mirjam Wolf